
Seestern-Ranch
- A-do(g)-ption für Straßenhelden –
Die Geschichte vom besonderen Seestern
Ein alter Mann geht bei Sonnenuntergang am Strand entlang. Er beobachtet vor sich einen jungen Mann, der Seesterne aufhebt und ins Meer wirft. Er holt ihn schließlich ein und fragt ihn, warum er das denn tue. Der junge Mann antwortet, dass die gestrandeten Seesterne sterben, wenn sie bis Sonnenaufgang hier liegen bleiben. „Aber der Strand ist kilometerlang und tausende Seesterne liegen hier. Was macht es also für einen Unterschied, wenn Du Dich abmühst?“, sagt der alte Mann. Der junge Mann blickt auf den Seestern in seiner Hand und wirft ihn in die rettenden Wellen. Er schaut den alten Mann an und sagt: „Für diesen hier macht es einen Unterschied.“
Eine Geschichte von William Ashburne
Unsere Seesterne
Strolch aus Kroatien, kleines Energiebündel mit großem Herzen
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Unser erster Seestern kam im Frühjahr 2024 zu uns, nachdem er im Dezember davor nach Deutschland adoptiert worden war. Doch seine Besitzerin konnte ihn aufgrund einer Erkrankung nicht länger behalten und so sollte eine neue Odyssee beginnen. Die endete jedoch abrupt auf unserer Obstbaumwiese. Nachdem die Elo-Senioren einen Familienrat abgehalten hatten, war schnell klar: Der Zwerg darf bleiben.
Strolch ist der fröhlichste kleine Kerl, den ich je gesehen haben. Er ist (fast) immer in Bewegung und springt aus dem Stand wie ein Känguru, wenn er sich freut oder auf Mäusejagt ist. Das hat ihm den Spitznamen „unser ADHS-Kaninchen“ eingebracht. Er hört auch auf Struppi, Strubbel oder „kleine Rakete“. Erwachsenen gegenüber ist er manchmal etwas skeptisch, was wohl an seinen schlechten Erfahrungen liegen mag. Aber er übt tapfer, auch fremden Menschen zu vertrauen und wächst dabei immer häufiger über sich hinaus. Von Kindern ist er begeistert und macht fröhlich alle Übungen mit. Bei den Kinderveranstaltungen „Kids, Dogs & Fun“ (VERLINKEN) ist Strolch der Star.

Joschy (Vilmos / [vilmoʃ], gesprochen Wil-mosch) unser tapferer König aus Ungarn
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Die Suche nach einem passenden Namen für unseren zweiten Seestern war so schwierig wie noch nie zuvor bei einem unserer Hunde. Wie lassen sich seine Geschichte, sein Mut, sein Blick und seine Liebe zu Menschen nach all dem, was er erleben musste, in einem Namen zusammenfassen? Schwer verletzt lag er im April 2024, nachdem ihn ein Auto auf einer Schnellstraße angefahren hatte, in einem Graben wartete eine Woche lang ohne Fressen und Trinken auf den Tod – bis das Team vom Puliverein kam und ihn rettete.
Die Klinik, in der in Ungarn notfallmäßig aufgenommen und operiert wurde, gab ihm den Namen des ungarischen Königs „Vilmos“ (Wilhelm) – nicht nur, weil er ein Kämpfer ist, sondern auch weil er am Königstag endlich geborgen werden konnte.
Auf der Seestern-Ranch wurde daraus „Joschy“. Josch ist eine Kurzform von Joshua oder Josias und bedeutet, aus dem Hebräischen, übersetzt „der Herr hilft/rettet“ oder „Gott ist Hilfe“. Wir dachten, das passt!
An dieser Stelle möchte ich einige Texte zu Vilmos teilen, die damals während seiner Zeit in Ungarn entstanden sind, und ich die allesamt unterschreiben kann:
„Er hat unfassbar flauschiges Fell. Wenn man ihn am Kopf streichelt, fühlt es sich an wie ein Kükenflaum. Wenn er dir in die Augen schaut, schaut er dir ganz tief in die Seele, um darin zu lesen. Vilmos ist etwas ganz Besonderes. Man kann es nicht beschreiben, aber man kann es fühlen. Wer ihn adoptiert, hat den größten Schatz der Erde gefunden.Er sendet eine Aura der Ruhe und Gelassenheit aus, die auf mich eine meditative Wirkung hat.“
Und ja, in diese Augen habe ich mich unter https://puliverein.org verliebt. Sie haben mich so lange nicht losgelassen, bis ich den Schritt gewagt habe und ihn adoptierte. Was soll ich sagen? In Wirklichkeit sind diese Augen noch wundervoller. Vilmos – oder wie er jetzt heißt Josch – zieht jeden in seinen Bann, der ihn sieht.
*Vilmos – der König der Herzen* (Gedicht, verfasst in Ungarn)
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Im Schatten des Waldes, von Menschen verbannt,
lag Vilmos, verletzt, im kargen Sand.
Mit gebrochenen Gliedern, allein und in Not,
wartete er still auf den erlösenden Tod.Doch Hoffnung erstrahlte wie ein lichter Schein,
Als helfende Hände fanden ihn - klein.
Gebrochen im Körper, doch stark im Geist,
ein Kämpfer, der trotz Schmerzen das Leben preist.Mit Augen so sanft, voller Güte und Ruh',
strahlt Vilmos Vertrauen, zeigt Mut immerzu.
Sein Fell weich wie Seide, mit Locken geschmückt,
ein Blick von ihm - und dein Herz ist entzückt.Er lernte zu lieben, trotz allem, was war,
sein Wesen so edel, sein Dasein so klar.
Ein König im Herzen, sein Name ihm Recht,
Vilmos zeigt uns: Vergebung ist echt.Nun sucht er ein Heim, wo Liebe regiert.
Wo er nie mehr Schmerz oder Einsamkeit spürt.
Ein Mensch, der ihm zeigt, wie schön Leben sein kann,
Bist du derjenige, der ihm das schenken kann?Hilf diesem Kämpfer, sei sein Sonnenlicht.
Gib ihm ein Zuhause - er fragt nicht viel, nur ein Stück Glück.
Denn Vilmos, der König, ist bereit,
dich zu begleiten, für alle Zeit.

Dieses Heim hat er bei uns gefunden – und wir sind unglaublich glücklich und dankbar, dass der große König und der kleine Prinz zu uns kommen durfte.
Boomer, der Streuner, ein Strahlemann mit Handicap aus Ungarn
Er wartet momentan noch auf einen Reisetransport, um endlich bei uns ankommen zu können. Boomer wurde vermutlich mit einem Handicap geboren: Seine beiden Knie haben eine Fehlstellung, so dass er nicht richtig laufen kann. Das hindert ihn aber nicht, auf der Wiese herum zu flitzen und zu toben. Wenn er stolpert und fällt, schüttelt er sich, rappelt sich wieder auf – und macht weiter. Ein Hund mit Handicap weiß nicht, dass er anders ist. Er weiß nur, dass er geliebt wird. Wer würde sich also besser als Nachwuchs-Therapiehund eignen, der uns zeigen kann, wie schön die Welt auch mit Einschränkungen ist? Wir freuen uns auf dich, kleiner Mann!
Sobald der dritte Seestern gelandet ist, wird hier sicherlich noch mehr über ihn zu lesen sein.
Hier suchen weitere Seesterne ein liebevolles Für-Immer-Zuhause:
Link zum Puliverein in Debrecen (Ungarn): https://puliverein.org/
Was sonst noch kreucht und fleucht auf der Seestern-Ranch
Nicht alle unsere Seesterne haben drei oder vier Pfoten. Einige haben auch Hufe (wie unsere geretteten Heidschnucken) oder Kralle (wie Prilan, Henni, Gacki, Caruso und Co. aus Hühnerrettungen aus Ausstallungen oder Legebatterien). Da hier alle Bewohner (bis auf die mit den Pfoten) vegan leben, dürfen alle Seesterne hier ihren Lebensabend verbringen.
Bilder von Hühner und Schafen
Emma, unser Puli-Mix-Sonnenschein kommt ebenfalls aus Ungarn:
Sie wurde dort vernachlässigt und ungepflegt an einer Kette gehalten gefunden und konnte von der Tierschutzorganisation gerettet werden. Dort bekam sie drei gesunde Welpen, die schnell ein neues Zuhause finden konnten. Damit die tapfere Mama nicht mehr länger auf ein kuscheliges Hundebett warten muss, nimmt der Transporter sie bei der nächsten Fahrt direkt mit zu uns. Weitere Infos folgen.
Pavarotti, Henni, Gacki, Prilan und Co. (Petterson und Findus lassen grüßen)
Ja, es stimmt: unser kleiner Tenor heißt nicht ganz so wie der Hahn in der Geschichte. Aber er ist auch etwas ganz besonderes. Wer denkt, Straßenhelden müssen immer mindestens drei Pfoten haben, hat die Seestern-Ranch noch nicht besucht. Pavarotti spazierte eines Tages auf dem Grünstreifen vor unserem Grundstück auf und ab, während an ihm Autos und LKW mit mindestens 100km/h vorbei rauschten. Mit etwas Glück und Geschick ließ er sich dann doch überzeugen, auf die andere Seite des Zaunes zu wechseln. Damit er nicht so alleine blieb, zogen anschließend noch unsere Hennis ein. Jetzt freuen wir uns, dass Pavarotti jeden Morgen fröhlich den Tag begrüßt.
Unsere Heidschnucken Star&Dust, Halfmoon&Luna, Cierra&Sky und Smilla&Flake sind ebenfalls aus schlechter Haltung gerettet und aufgepäppelt worden, bevor sie schließlich auf der Seestern Ranch eingezogen sind. Sie helfen uns, die Wiesen und Büsche in Schach zu halten und unterstützen unsere Bienen, indem sie die Spinnennetze am Boden zertreten. Außerdem sind sie unglaublich neugierig und an allen Gästen interessiert, da kann kein noch so spannender Fernsehfilm mithalten.